Save the Children Konzept
Im zweiten Teil der Aktivität analysieren die Schüler*innen anhand eines Fallbeispiels schädliche Online-Netzwerke. Sie untersuchen, wie deren Dynamiken über verschiedene Apps hinweg funktionieren, bewerten unterschiedliche Warnsignale und überlegen, was hätte getan werden können, um früher Unterstützung einzubeziehen.
OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
In dieser Unterrichtseinheit steigen die Schüler*innen noch tiefer in die Thematik der Com-Netzwerke ein. Sie lernen, wie die komplexen, fragmentierten Strukturen über mehrere digitale Räume hinweg funktionieren und junge Menschen manipulieren oder isolieren können. Anhand eines fiktiven Fallbeispiels untersuchen die Schüler*innen Warnsignale, verfolgen, wie sich schädliche Dynamiken über verschiedene Plattformen hinweg entwickeln, und überlegen, wie Unterstützungsnetzwerke früher reagieren könnten.
Die Schüler*innen lernen
Digitale Kompetenzen
Kommunikation und Kollaboration
Sicherheit
Problemlösung
Weitere Kompetenzen
Hardware:
Weitere Materialien:
Vorbereitung:
Vorbereitung
In der heutigen digitalen Umgebung können schädliche Online-Netzwerke komplexe und fragmentierte Strukturen bilden und sich aus öffentlichen Räumen in geschlossene oder weniger sichtbare Gemeinschaften verlagern. Einfache Präventionsregeln reichen deshalb nicht immer aus, um Dynamiken wie Manipulation, Isolation und Zwang zu erkennen. Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schüler*innen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie solche Verhaltensmuster frühzeitig erkennen können.
Betone außerdem die Bedeutung von Unterstützungsnetzwerken aus Mitschüler*innen, Familien und Lehrkräften. Keine einzelne Person verfügt über das vollständige Bild. Früher Schutz hängt deshalb davon ab, dass Beobachtungen aktiv miteinander geteilt und gemeinsam eingeordnet werden. Vermittle den Schüler*innen, dass es nicht erforderlich ist, bereits einen vollständigen Beweis zu haben, bevor sie Hilfe suchen.
Mach deutlich, dass es in dieser Unterrichtsstunde darum geht, Manipulation, Verletzlichkeit und Unterstützung zu verstehen – nicht darum, etwas zu untersuchen oder zu beweisen. Die Schüler*innen sollen nach dem Unterricht nicht selbstständig nach diesem Thema suchen, keine Challenges auf Plattformen ausprobieren und mutmaßliche Gruppen nicht eigenständig konfrontieren.
Das Teilen persönlicher Erfahrungen ist freiwillig. Wenn etwas aus der Diskussion belastend wirkt oder einen Bezug zu einer aktuellen Situation hat, erinnere die Schüler*innen daran, dass sie sich vertraulich an dich oder eine zuständige Ansprechperson wenden können. Betone ausdrücklich, dass es keine Schwierigkeiten verursacht, wenn sie für sich selbst oder für eine Freundin bzw. einen Freund Hilfe holen.
Bevor ihr beginnt, erinnere die Klasse daran
Bei Com-Netzwerken handelt es sich nicht um eine einzelne geschlossene Organisation, eine bestimmte Website oder eine Gruppe mit sichtbaren offiziellen Regeln. Gemeint sind vielmehr verschiedene miteinander verbundene Netzwerke, Kanäle und Server, die über unterschiedliche Apps und Softwareoberflächen verteilt sind. In diesen digitalen Umgebungen stehen Gruppendynamiken im Mittelpunkt, die ihren Mitgliedern oder anderen Personen Schaden zufügen können.
Ein wesentliches Merkmal ist, dass solche Räume gleichzeitig auf unterschiedlichen Kommunikationsplattformen aktiv sein können. Die Beteiligten kommunizieren häufig sowohl in öffentlichen als auch in privaten Chats und Foren. Die interne Struktur basiert unter anderem auf dem Versprechen von Zugehörigkeit und einer gemeinsamen Gruppenidentität – allerdings unter Bedingungen, die mit schädlichen Handlungen verbunden sein können.
Hintergrundinformationen für Lehrkräfte
In den Gesprächen finden sich unter anderem folgende Warnsignale:
Erkläre beispielsweise: In einem Gespräch wird deutlich, dass Sarah zu einer Geburtstagsfeier eingeladen wurde, aufgrund des Drucks ihrer Online-Kontakte aber nicht hingehen wollte. Diese Information findet sich auch in der Aussage ihrer Freundinnen.