OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
In dieser Einheit reflektieren die Schüler*innen den Schutz ihrer Daten bei der Verwendung von Apps. In verschiedenen Übungen finden sie heraus, welche Arten von Daten erfasst werden und wie dadurch Empfehlungen abgeleitet werden.
Die Schüler*innen lernen
Beamer/Display als Präsentationsfläche
Optional bei analoger Durchführung: Klebezettel (zwei Farben) oder Marker bereitlegen
Optional: Taskcard oder digitales Whiteboard zur Ergebnissicherung einrichten
Betone, dass es in der Einheit nicht darum geht, Technik zu verteufeln, sondern herauszufinden, wie personalisierte Daten gesammelt werden, die für Empfehlungen genutzt werden und wie man selbstbestimmt damit umgehen kann.
Jede App auf einem Smartphone kann man sich wie eine sehr aufmerksame Notizschreiber*in vorstellen. Bei jeder Nutzung „beobachtet“ sie, was der/die Nutzer*in tut und welche Informationen preisgegeben werden (von Profilname, Geburtstag und Selfies bis hin zu Kommentaren und Likes).
Dabei werden nicht nur bewusst geteilte Daten erfasst: Auch die Dauer, wie lange der Mauszeiger oder Finger auf einem Video verweilt, welche Beiträge übersprungen werden, welche WLAN-Netze in der Nähe sind oder sogar Akkustand des Geräts können erfasst werden. In Kombination mit Standortdaten und Kontaktlisten entsteht so ein sehr genaues Bild davon, wer die Person ist, wo sie sich aufhält und welche Interessen und Aufmerksamkeitsmuster sie hat.
Diese Einzelinformationen werden zu einem detaillierten digitalen Profil verknüpft. Plattformen erkennen beispielsweise, dass jemand regelmäßig nach 22 Uhr Skateboard-Videos ansieht, eine bestimmte Sneaker-Marke bevorzugt oder jedes Tierrettungsvideo teilt.
Aus diesen Mustern lasen sich Rückschlüsse auf Alter, Wohnort, Einkommen und Vorlieben ziehen. Dieses Profil wird fortlaufend verfeinert, intern genutzt, häufig auch kommerziell ausgewertet oder weitergegeben. Es beeinflusst, welche Werbung auf dem Heimweg von der Schule erscheint, welche Nachrichtenartikel im Feed auftauchen oder welche neuen Kontakte vorgeschlagen werden.
Der Eindruck, dass das Internet „kostenlos“ ist, täuscht. Die eigentliche Währung sind Aufmerksamkeit und persönliche Daten.
Zusätzlich kannst du den Jugendlichen erklären:
Jede App ist wie ein aufmerksamer Beobachter – nicht einfach nur eine Kamera, sondern wie ein neugieriger Freund, der alles notiert, was du tust – und sogar vorhersagen könnte, was du als Nächstes machst.
Jedes Mal, wenn du auf deinem Handy wischst oder tippst, entsteht ein Eintrag:
Zum Abschluss halten die Schüler*innen eine persönliche Maßnahme fest, um künftig bewusster mit ihren Daten umzugehen (z.B. Standortfreigabe abschalten oder Privatsphäre-Einstellungen ändern). Die Notizen werden im Klassenraum oder digital gesammelt und 2-3 Schüler*innen können ihre Maßnahme vorstellen.
Gib den Jugendlichen mit auf den Weg, dass sie nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die in der gesamten EU gilt, klare Rechte im Umgang mit ihren Daten haben.
Sie haben das Recht …