Save the Children Konzept
Die Schüler*innen teilen anonym ihre Sicht auf Cybermobbing in ihrem Umfeld und analysieren fiktive Fallbeispiele. So lernen sie, die unterschiedlichen Rollen der Beteiligten zu erkennen und wirksame Handlungsstrategien für solche Konflikte zu diskutieren.
OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
Diese Stunde hilft den Schüler*innen zu verstehen, dass Cybermobbing kein isoliertes Ereignis ist, sondern ein komplexer sozialer Prozess, an dem mehrere Rollen und digitale Mechanismen beteiligt sind.
Ziel ist es, dass die Schüler*innen darüber nachdenken, wie ihr eigenes Verhalten – vom Weiterleiten einer Nachricht bis hin zum Nicht-Eingreifen – zur Ausweitung eines Vorfalls beiträgt. So erkennen sie die Verantwortung jedes Einzelnen im digitalen Raum.
Die Schüler*innen lernen
Digitale Kompetenzen
Kommunikation und Kollaboration
Sicherheit
Weitere Kompetenzen
Hardware:
Software:
Weitere Materialien:
Vorbereitung
Cybermobbing sollte nicht nur als individueller Angriff, sondern als sozialer Prozess verstanden werden, der durch Gruppendynamiken verstärkt wird. Konflikte eskalieren häufig, weil private Situationen durch digitale Medien schnell öffentlich gemacht werden.
Dabei spielen nicht nur die mobbende und die betroffene Person eine Rolle. Auch scheinbar harmlose Handlungen wie Likes, das Weiterleiten von Nachrichten oder Schweigen können Cybermobbing verstärken. Schüler*innen sollen lernen, ihre eigene Verantwortung zu erkennen und aktiv gegen Cybermobbing einzutreten.
Der Schlüssel zur Verbesserung der Situation liegt darin, impulsive Reaktionen durch strategische Handlungsweisen zu ersetzen: Beweise zu sichern, Unterstützung durch Erwachsene zu suchen und zur Lösung des Konflikts beizutragen. So kann ein respektvolles und sicheres digitales Miteinander gefördert werden.
Achte in dieser Stunde darauf:
Dynamik des Cybermobbings
Cybermobbing wird oft fälschlicherweise als einzelne verletzende Nachricht oder Veröffentlichung verstanden. Tatsächlich handelt es sich meist um einen sozialen Prozess, der durch die Reaktionen oder das Schweigen anderer Personen verstärkt wird. Ein verletzender Kommentar kann von einer einzelnen Person ausgehen, doch Likes, das Teilen oder Weiterleiten von Inhalten sowie das Nichteingreifen anderer können die Schädigung erheblich vergrößern.
Deshalb wird Cybermobbing nicht nur von der verursachenden und der betroffenen Person beeinflusst. Viele Menschen im digitalen Umfeld können dazu beitragen, dass sich die Situation verschärft oder gestoppt wird.
Die verschiedenen Rollen
Die wichtigsten Rollen bei Cybermobbing sind:
Es ist wichtig, den Schüler*innen zu vermitteln, dass es beim Cybermobbing entscheidend ist, wie sich das Publikum vergrößern kann und aufzuzeigen, warum selbst passive oder scheinbar unbedeutende Handlungen zu Schaden führen können.
Jede der an einem Cybermobbing-Vorfall beteiligten Rollen kann dazu beitragen, die Situation zu verbessern – sei es durch Maßnahmen zur Schadensprävention, durch direkte Unterstützung der betroffenen Person oder indem verhindert wird, dass sich der Schaden weiter ausbreitet.
Wie können die beteiligten Personen positiv wirken?
Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht oder die Schüler*innen schneller als erwartet vorankommen, können folgende Erweiterungen durchgeführt werden:
Wenn weniger Zeit zur Verfügung steht, können folgende Anpassungen vorgenommen werden: