Save the Children Konzept
In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Schüler*innen mit Richtlinien für den Umgang im digitalen Raum auseinander. Sie lernen, warum es wichtig ist, die Einwilligung einzuholen, bevor Inhalte über andere geteilt werden, und reflektieren, welche persönlichen Informationen geschützt werden sollten.
OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
Die Schüler*innen diskutieren über Privatsphäre, digitale Rechte und respektvolles Verhalten online. Sie entwickeln eigene Regeln und Vereinbarungen, um sicherzustellen, dass Fotos, Videos oder persönliche Inhalte nur mit Erlaubnis veröffentlicht werden, und üben, verantwortungsbewusst Entscheidungen über das Teilen von Inhalten zu treffen.
Die Schüler*innen lernen
Anhang 1: Beispiel Post-Image
Anhang 2: Handout mit Beispielen zu Richtlinien
Beamer/Display als Präsentationsfläche
Internetverbindung testen
Optional: Handout mit Beispielen zu Richtlinien (Anhang 2 – siehe oben unter Downloadmaterial) ausdrucken
Beide Gruppen tragen dann ihre Ansichten in Stichpunkten in die zwei vorbereiteten Spalten ein.
Mache den Schüler*innen bewusst, dass sie Rechte in Bezug auf ihre eigenen Daten haben – und auch darüber, was über sie im digitalen Raum veröffentlicht wird.
Die sozialen Medien kann man sich wie ein großes Erinnerungsalbum vorstellen: Freunde, Familie oder Bekannte fügen Bilder, Geschichten und stolz geteilte Momente hinzu. Meistens passiert das aus guten Absichten, um Erfolge zu feiern.
Jugendliche sehen dieses „Erinnerungsalbum“ jedoch oft anders: Studien zeigen, dass über 60 % der Teenager sich mehr Kontrolle darüber wünschen, was andere über sie posten. Was für andere Freude oder Stolz ausdrückt, kann für Jugendliche peinlich, aufdringlich oder sogar belastend sein, besonders wenn sie gerade ihre eigene Identität entwickeln.
Dies führt zum Thema digitale Zustimmung: Genau wie man gefragt werden sollte, bevor jemand die eigene Kleidung verleiht, haben Jugendliche das Recht, zu entscheiden, ob Fotos oder persönliche Geschichten online geteilt werden. Dieses Recht stützt sich auf Artikel 12 und 16 der UN-Kinderrechtskonvention, die das Mitspracherecht und den Schutz der Privatsphäre von Kindern garantieren.
Wichtig für Jugendliche: Zustimmung online funktioniert wie Zustimmung offline – sie muss informiert, freiwillig und jederzeit anpassbar sein. Grenzen dürfen gesetzt, Meinungen geändert und respektiert werden. Wenn digitale Zustimmung gemeinsam geübt wird, wird Oversharing zu einem Gespräch statt zu einseitigen Handlungen.
Erarbeitet in eurer Gruppe Richtlinien für das Teilen von Inhalten im Netz.
Orientiert euch am Beispiel-Handout und haltet eure Vereinbarung stichpunktartig auf einem Blatt oder in einer Taskcard fest.
Die Schüler*innen können die Richtlinien auch mit ihren Freunden, der Familie und anderen Personen aus ihrem Umkreis teilen.
Schließe die Stunde gemeinsam mit den Schüler*innen ab und blende ein Zitat von UNICEF ein:
„Wenn wir Dinge über andere online teilen, ohne sie einzubeziehen, verpassen wir die Gelegenheit, Zustimmung zu vermitteln.“
Die Schüler*innen erhalten eine Minute Zeit, um schriftlich festzuhalten, was digitale Zustimmung für sie persönlich bedeutet. Danach können zwei bis drei Schüler*innen ihre Gedanken mit der Klasse teilen.
Für fortgeschrittene Schüler*innen bietet sich eine Erweiterung an: Die Schüler*innen können ihre Richtlinien auf einem Poster visualisieren. Dafür bietet sich z.B. das Programm Canva an.