Save the Children Konzept
Die Schüler*innen setzen sich mit Situationen auseinander, in denen sie unbeabsichtigt auf altersunangemessene Inhalte im Netz stoßen. Sie üben mithilfe eines kooperativen Spiels eine Sicherheitsroutine, die sie in solchen Fällen anwenden können.
OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
Diese Unterrichtseinheit hilft Schüler*innen, bei Begegnungen mit ungeeigneten Inhalten im Netz handlungsfähig zu bleiben. Ziel ist es, unbeabsichtigte Konfrontationen einzuordnen, deren emotionale Wirkung zu verstehen und eine klare Sofortreaktion zu verinnerlichen. Durch ein kooperatives Kartenspiel und selbst entwickelte Beispielsituationen lernen die Kinder, Unsicherheit oder Schock in eine automatische Handlung zu übersetzen. Gleichzeitig wird die Bedeutung eines verlässlichen Unterstützungsnetzwerks gestärkt.
Die Schüler*innen lernen
Digitale Kompetenzen
Sicherheit
Weitere Kompetenzen
Hardware:
Software:
Weitere Materialien:
Folgende Methoden werden in dieser Unterrichtsstunde angewendet:
Es kommt häufig vor, dass Kinder beim Surfen oder Spielen im Internet zufällig auf Inhalte stoßen, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Das Problem ist dabei nicht nur der Inhalt selbst, sondern auch die Reaktion darauf: Oft entstehen Scham oder Angst vor Ärger, sodass Kinder solche Erlebnisse verheimlichen und allein damit umgehen. Wenn man solche Situationen als „unbeabsichtigte Begegnung“ statt als etwas „Verbotenes“ einordnet, fällt es ihnen leichter, offen damit umzugehen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: richtig zu reagieren, um sicher zu bleiben.
Diese Aktivität soll helfen, aus einer verunsichernden Situation eine einfache Handlungsroutine zu machen. Ziel ist, dass die Schüler*innen verstehen: Sich Hilfe bei einer vertrauten erwachsenen Person zu holen ist kein „Fehler eingestehen“, sondern ein wichtiger Schritt, um Unterstützung zu bekommen und wieder Sicherheit zu gewinnen.
Hinweis zum Schutz der Schüler*innen: Wenn ein*e Schüler*in von einer möglichen Gefährdung oder belastenden Online-Erfahrung berichtet, sollten die schulischen Schutz- und Meldeverfahren eingehalten und die zuständige Ansprechperson informiert werden.
„Manchmal sieht man beim Spielen, Videoschauen oder Suchen im Internet etwas, das sich komisch, verwirrend oder unangenehm anfühlt. Ist euch das schon einmal passiert? Ihr dürft die Frage auch passen oder ganz allgemein antworten.“
Spielregeln
Dieses kooperative Spiel hilft den Schüler*innen, eine sichere Reaktion auf unangemessene Inhalte zu automatisieren, ohne dass sie sich dabei bewertet oder überfordert fühlen.
Durch das gemeinsame Wiederholen der „Schließen-Blockieren-Melden“-Abfolge wird eine typische Stress- oder Schrecksituation in ein klares, einfaches Handlungsschema umgewandelt. Dadurch können sie im Ernstfall ruhiger und sicherer reagieren.
Die Beispiele auf den Karten helfen dabei, die Spielmechanik mit realen Alltagssituationen zu verbinden. So erkennen die Schüler*innen Risiken leichter und verstehen „Melden“ als wichtigen Schutzschritt. Gleichzeitig wird das Gefühl von Schuld reduziert und deutlich gemacht, dass es richtig und wichtig ist, sich Hilfe zu holen, um das eigene digitale Wohlbefinden zu schützen.
Durch den Schritt „Blockieren“ lernen die Schüler*innen außerdem, ihre Kontrollmöglichkeiten bewusst zu prüfen. Auch wenn sich nicht alles blockieren lässt (z. B. Werbung oder Pop-ups), hilft die Routine dabei zu erkennen, was möglich ist und zu verstehen, dass „Melden“ besonders wichtig ist, wenn sie eine Situation nicht allein stoppen können und Unterstützung durch Erwachsene brauchen.
Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, kann am Ende der Aktivität ein Wandbild (z.B. auf Padlet oder dem digitalen Whiteboard) erstellt werden, dass die Situationskarten und die von jeder Gruppe entworfenen personalisierten Schutzkarten zeigt.
Wenn weniger Zeit zur Verfügung steht, kannst du nur die Hälfte der Situationskarten pro Spiel verteilen und dann versuchen, eine weitere Runde mit der anderen Hälfte zu spielen, oder jede*r Schüler*in entwirft nur eine Situationskarte statt zwei.