Save the Children Konzept
In dieser Einheit reflektieren die Schüler*innen ihr digitales Wohlbefinden und identifizieren alltägliche digitale Ablenkungen. Sie visualisieren mithilfe eines speziellen Diagramms die Nachteile, die entstehen, wenn sie viel Zeit mit ihren Geräten verbringen, statt sich um wichtige Lebensprioritäten und Bedürfnisse zu kümmern, die ebenfalls wesentlich für ihren Alltag sind.
OER Lizenz: CC BY SA Save the Children
Übersetzung durch tech & teach
In dieser Unterrichtseinheit reflektieren die Schüler*innen ihren digitalen Alltag, erkennen persönliche Ablenkungen und sehen, wie Bildschirmzeit wichtige Lebensbereiche wie Schlaf, Hobbys oder soziale Kontakte verdrängen kann. Mit praktischen Übungen und einfachen Visualisierungen entdecken sie, wie digitale Apps gezielt Aufmerksamkeit fangen, und entwickeln Strategien, um ihre Zeit bewusst zu schützen.
Die Schüler*innen lernen
Digitale Kompetenzen
Sicherheit
Weitere Kompetenzen
Materialien:
Arbeitsblatt: Zeitdiagramm
Arbeitsblatt: Formenkarten
Digitales Wohlbefinden bei Kindern und Jugendlichen hängt weniger von der Gesamtbildschirmzeit ab, als davon, wie die Nutzung den Alltag der Kinder aus der Balance bringt. Indem du die Schüler*innen dazu einlädst, ihre eigenen Gewohnheiten zu beobachten, hilfst du ihnen zu erkennen, wann Technologie nicht mehr ein Werkzeug zum Vergnügen ist, sondern wichtige Bedürfnisse wie Ruhe oder Bewegung verdrängt.
Zur Unterstützung kannst du ihnen ein paar typische Beispiele für digitale Ablenkungen geben:
Es ist wichtig zu bedenken, dass Kinder in diesem Alter die Zeit, die sie mit bestimmten digitalen Aktivitäten verbringen, oft über- oder unterschätzen. Das liegt daran, dass viele Apps so gestaltet sind, dass der Zeitablauf nicht deutlich spürbar ist, was es den Kindern schwerer macht, ihre Nutzung realistisch einzuschätzen. Die Gruppendiskussion ermöglicht es ihnen, diese Erfahrungen auszutauschen, ihre Wahrnehmungen zu vergleichen und festzustellen, dass es anderen ähnlich geht. Zuhören hilft den Kindern, ihre eigenen Ansichten anzupassen, den Drang zur digitalen Nutzung zu normalisieren und ein kritischeres Bewusstsein für ihr digitales Wohlbefinden und ihren Umgang mit ihrer Zeit zu entwickeln.
Als Nächstes benötigen die Schüler*innen Schere und Kleber sowie die Formenkarten. Pro Gruppe reicht eine Vorlage jeder Form aus. Die Karten werden von den Schüler*innen ausgeschnitten, nach Formen sortiert und in der Mitte des Tisches platziert, sodass sie für alle erreichbar sind.
Weise die Gruppen darauf hin, dass die Karten unterschiedlich groß sind und erkläre ihnen die folgende Aufgabe:
Indem die Schüler*innen gezielt ihre digitale Zeit reflektieren, nehmen sie ihr eigenes Nutzungsverhalten bewusster wahr. Im Alltag läuft das eher unterbewusst, da die meisten Apps so gestaltet sind, dass Stunden vergehen, ohne dass wir es merken. Wenn Bildschirmzeit schlicht als Frage des Zeitmanagements gerahmt wird, normalisieren wir diese Erfahrung und vermeiden es, Kinder zu beschämen oder ihnen Schuldgefühle zu vermitteln.
Wenn wir digitale Nutzung als eine Art „Tausch“ betrachten, wird klarer, was dabei auf der Strecke bleibt, also welche anderen, vielleicht wichtigeren Aktivitäten durch Bildschirmzeit ersetzt werden. Diese Abwägungen sichtbar zu machen, hilft dabei zu erkennen, was eigentlich „gute“ oder erfüllende Zeit ist, und unterstützt die Schüler*innen dabei, im Alltag bewusstere Entscheidungen für ein gesundes Gleichgewicht zu treffen.
Jetzt legen und kleben sie ihre Karten auf. Dabei wird sichtbar, dass Zeit für manche ursprüngliche Aktivitäten „verschwindet“, weil sie durch digitale Aktivitäten ersetzt wird.
Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht oder die Schüler*innen schneller vorankommen als erwartet, kannst du die Gruppenreflexion erweitern, zum Beispiel indem du eine anonyme Umfrage durchführst, in der gezählt wird, wie oft bestimmte digitale Aktivitäten genannt werden, um herauszufinden, welche in der Klasse am häufigsten vorkommen.
Wenn dir weniger Zeit zur Verfügung steht, kannst du einzelne Gruppen auswählen, die ihre Ergebnisse vorstellen, statt alle Gruppen durchzugehen. Du kannst ebenfalls darauf verzichten, die Formenkarten aufzukleben und sie lediglich auf das Zeitdiagramm legen.