Digitale Meinungsbildung

Challenges kritisch hinterfragen – Fluch oder Segen

In diesem Workshop werden Schüler*innen für die Chancen und Risiken von Challenges und Internettrends sensibilisiert. Sie lernen, Inhalte kritisch zu hinterfragen und deren möglichen Konsequenzen realistisch einzuschätzen.

Erstellt von Werner-Jäger-Gymnasium, Nettetal

Challenges Fluch oder Segen - Digi:Schools Konzept
Logo Werner-Jäger-Gymnasium, Nettetal
So geht's

Challenges - Fluch oder Segen

Vorbereitung

  • Tische für Kleingruppen aufstellen
  • Tablets auf Tische verteilen
  • Karten auf Tische verdeckt verteilen

Einführung (ca. 20 Minuten)

  1. Die Lehrkraft zeigt das folgende Video
  2. Freiwillige Schüler*innen probieren die Bottle Flip Challenge selbst aus.

Heutiges Ziel: Die Schüler*innen erkennen, dass sie bereits unbewusst an einer Challenge teilgenommen haben, ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken. Sie sollen erkennen, dass man immer erst über mögliche Konsequenzen nachdenken soll, bevor man eine Challenge selbst ausprobieren.

  1. Es wird definiert was eine Challenge bzw. ein Prank sind:
    • Oft starten Challenges so: Jemand macht etwas Aufsehenerregendes vor und fordert die eigenen Followerinnen und Follower dazu auf, es nachzumachen oder zu übertreffen. Häufig werden diese Aktionen gefilmt und die Videos auf Social Media-Plattformen wie TikTok hochgeladen. Alle Videos haben ein Wiedererkennungsmerkmal wie ein mit einem Hashtag versehener Name, ein bestimmtes Lied, eine Requisite, ein Kostüm usw. Diese Merkmale fördern die Aufmerksamkeit, den Zugang und die Verbreitung der Challenges im Netz.
    • Ein Prank ist ein (in der Regel) humorvoller Scherz oder Streich, der darauf abzielt, andere zu überraschen oder zum Lachen zu bringen. Oft wird dabei eine unerwartete oder lustige Situation inszeniert, die meist harmlos ist, oft gefilmt und anschließend auf Social-Media Plattformen hochgeladen werden.

  2. Die Schüler*innen teilen in einer Umfrage (z.B. Edkimo, Menti, etc.) ihre bisherigen Erfahrungen:
    • Welche Challenges kennst du? (Wortwolke)
    • Hast du bereits an einer Challenge teilgenommen? (Ja / Nein)
    • Falls ja, an welcher Challenge hast du teilgenommen? (Wortwolke)

  3. Im Plenum wird ein Gespräch über die Ergebnisse geführt. Gemeinsam werden die Ursachen für die Faszination an Challenges

Arbeitsphase (ca. 70 Minuten)

  1. In Gruppen sichten die Schüler*innen die Karten, auf denen verschiedene Challenges erläutert sind. Sie ordnen sie nach ‚positiv‘, ‚neutral‘ und ‚negativ‘.

  2. Zwischensicherung: Jede Gruppe präsentiert eine positive, neutrale und negative Challenge und gibt eine Begründung für ihre Einschätzung. Übriggebliebene Challenges werden gemeinsam zugeordnet. Ggf. „falsch“ zugeordnete Challenges werden gekennzeichnet und thematisiert.

  3. In der Zwischensicherung sollte deutlich geworden sein, dass man die Kategorien positiv und negativ noch etwas differenzieren sollte. Deshalb sollen die Schüler*innen die darin enthaltenen Challenges nun nach wohltätig / gemeinschafts- oder persönlichkeitsfördernd bzw. nach schädlich (körperlich oder juristisch) / potenziell tödlich sortieren. Sie recherchieren im Netz, welche körperlichen oder juristischen Folgen die entsprechenden Challenges haben können.

  4. Sicherung: Die Challenges werden den neuen Kategorien zugeordnet.
Digi:Schools Konzept Challenges - Fluch oder Segen
  1. Die Schüler*innen entwerfen in Kleingruppen eine Challenge, die Jugendliche ansprechen soll sowie juristisch unbedenklich ist und keine körperlichen und seelischen Schäden verursacht.
    Die Schüler*innen präsentieren ihre Ideen, die Gruppe kommentiert und bewertet diese anhand der bekannten Kriterien.

Abschluss (ca. 20 Minuten)

Es wird nochmal hervorgehoben, dass Challenges an sich nichts Schlimmes sind und ein Großteil sich im positiven bzw. neutralem Bereich befinden.

Challenges gehen allerdings zu weit, wenn sie
• gesundheitsgefährdend sind
• die Persönlichkeits- und Urheberrechte verletzen
• Straftaten darstellen bzw. beinhalten
• zu Mobbing führen

  1. Um zu überprüfen, ob die Schüler*innen Challenges nun besser einschätzen können, wird zum Abschluss ein Kahoot-Quiz gespielt, in dem die Schüler*innen das Gefahrenpotential von Challenges bewerten müssen.

Ausblick (ca. 10 Minuten)

  1. Wie verhalte ich mich, wenn mir Aufrufe zu Challenges oder Pranks komisch vorkommen: Die Schüler*innen sammeln Ideen, was man tun kann bzw. berichten aus bisherigen Erfahrungen. Die Lehrkraft nimmt Ergänzungen vor und zeigt live, wie man negative Challenges melden kann.
    Die Schüler*innen erhalten einen Flyer, in dem alle wichtigen Infos des Workshops nochmal zusammengefasst sind.

  2. Evaluation des Workshops: Die Schüler*innen reflektieren, was sie gelernt haben und geben Feedback.
Viel Spaß beim Ausprobieren

Das könnte dich auch interessieren:

Cookie Consent mit Real Cookie Banner