
Die Schüler*innen reflektieren, ob sie selbst medizinische KI-Apps nutzen würden, welche Vorteile sie bieten und wie vertrauenswürdig sie erscheinen. Am Ende der Stunde haben sie ein besseres Verständnis dafür, wie KI-Technologien mit persönlichen Gesundheitsdaten interagieren.
Die Schüler*innen lernen
Digitale Kompetenzen
Weitere Kompetenzen
Hardware
Software
Führe die Schüler*innen in das Thema der heutigen Stunde ein: Künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin. Auf den ersten Blick wirkt das Thema vielleicht etwas abstrakt oder technisch. Doch viele der KI-Anwendungen, die im Gesundheitswesen eingesetzt werden, kennen Schüler*innen bereits aus ihrem Alltag oder basieren auf KI-Technologien, die ihnen aus anderen Bereichen bekannt sind. Um diese Verbindung greifbar zu machen, startet die Stunde mit einer kurzen Bilderaktivität, die den Schüler*innen einen Einblick in KI Anwendungen in der Medizin ermöglicht.
Zeige der Klasse eine Reihe von Bildern und besprich gemeinsam mit den Schüler*innen, was auf den Bildern zu sehen ist.





Smartwatches können einen gesünderen Lebensstil fördern, indem sie Schritte, Herzfrequenz, Schlaf und Aktivitätsniveau aufzeichnen. Sie erinnern Nutzer*innen daran, sich zu bewegen, Sport zu treiben oder Pausen einzulegen – und unterstützen so die vorbeugende Gesundheitsvorsorge. KI-Algorithmen analysieren Muster in den gesammelten Daten (z. B. unregelmäßige Herzrhythmen oder Schlafzyklen) und geben personalisierte Rückmeldungen oder Warnhinweise.
Mit speziellen Hautanalyse-Apps kann KI Ärzt*innen unterstützen, Fotos von Muttermalen einzuordnen. Dazu werden die Bilder mit großen medizinischen Datenbanken verglichen, um Warnzeichen wie unregelmäßige Formen, Farbunterschiede oder Größenveränderungen zu erkennen. So wird die frühe Erkennung von möglichen Hautkrankheiten wie Hautkrebs gefördert.
Röntgenbilder, CT- und MRT-Aufnahmen sind entscheidend für die Erkennung von Verletzungen und Krankheiten. KI kann die Diagnose beschleunigen und Ärzt*innen dabei unterstützen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen – was zu wirksameren Behandlungen führt. Die Systeme werden mit tausenden medizinischen Bildern trainiert, um Muster wie Tumore oder Brüche zu erkennen und verdächtige Bereiche zu markieren.
Symptom-Checker-Apps ermöglichen es Nutzer*innen, ihre Symptome einzugeben und erste Einschätzungen oder Handlungsempfehlungen zu erhalten – etwa, ob ein Arztbesuch nötig ist. Das kann unnötige Arztbesuche reduzieren und fördert frühzeitige Versorgung. KI nutzt medizinische Datenbanken, um Symptome zu interpretieren und mögliche Ursachen oder nächste Schritte vorzuschlagen.
Sprachassistenten erleichtern und sichern den Alltag, z. B. durch Erinnerungen an Medikamente, Kontaktaufnahme mit Angehörigen oder schnelle Gesundheitsinformationen. Sie fördern Selbstständigkeit und verringern soziale Isolation. Mithilfe von KI erkennen und verstehen sie natürliche Sprache, reagieren auf gesprochene Anweisungen und passen sich an die Bedürfnisse der Nutzer*innen an.
Erkläre anschließend, dass ihr euch eines der Beispiele genauer ansehen werdet: einen KI-basierten Symptom-Checker. Frage die Schüler*innen, ob sie eine Idee haben, was das genau ist, und sammle einige Antworten.
Gib dann eine kurze Einführung in einen Symptom-Checker wie Symptomate und führe eine Live-Demo durch, um zu zeigen, wie der Chatbot funktioniert. So werden die Schüler*innen optimal auf die nächste Übung vorbereitet.
Als Beispiel kannst du eine fiktive Person mit typischen Grippesymptomen (z. B. Fieber, Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen) verwenden, während du den Symptom-Checker demonstrierst.
Schließe die Stunde ab und betone, dass KI-gestützte Symptom-Checker-Apps nützliche Werkzeuge sein können, um eine erste Einschätzung von Symptomen zu erhalten. Wichtig ist jedoch, dass diese Apps keine professionelle medizinische Beratung ersetzen.
In den meisten Fällen – besonders bei ernsthaften oder anhaltenden gesundheitlichen Problemen – ist ein Arztbesuch unerlässlich. Erkläre, dass die Schüler*innen Symptom-Checker als hilfreichen Einstieg und nicht als endgültige Lösung ansehen können, und stets die Zuverlässigkeit der Quelle sowie den Schutz persönlicher Daten berücksichtigen sollten.
Wenn noch Zeit bleibt, können die Schüler*innen selbst einen Symptom-Checker ausprobieren, z. B. auf Symptomate oder einer ähnlichen App. Sie können fiktive Daten eingeben und prüfen, ob die App die richtige Krankheit erkennt oder eine falsche Diagnose ausgibt.
