Nachhaltige & zeitgemäße Bildung europaweit

05.05.2021

Zwei Jungen, einer mit einer VR-Brille.

Coding For Tomorrow will als Teil einer neuen länderübergreifenden Bildungsinitiative 14 Millionen Lehrende und Schüler*innen erreichen.

  • Die aktuelle Pisa-Sonderauswertung zeigt, dass weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland Fakten von Meinungen unterscheiden kann
  • Um zentrale Schlüsselkompetenzen zu vermitteln und die digitale Bildung in Europa zu stärken, rufen sieben Vodafone Stiftungen neue Bildungsinitiative ins Leben
  • Die Initiative will mit lokalen Programmen wie Coding For Tomorrow bis 2025 14 Millionen Lehrende und Schüler*innen erreichen

 

Unsere Informationswelt wird immer komplexer und stellt vor allem Schüler*innen vor Herausforderungen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundene „Infodemie“ verstärken diese Dynamik noch. Besonders erschreckend: Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland kann Fakten von Meinungen unterschieden. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen PISA-Sonderauswertung: „Lesen im 21. Jahrhundert. Lesekompetenzen in einer digitalen Welt“. Gerade in einer digitalen, aber auch unbeständigen und komplexen Welt gilt die Fähigkeit, Informationen abzuwägen und die Glaubwürdigkeit von Quellen einzuschätzen als Schlüsselkompetenz. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für die Teilhabe an einer digitalen Demokratie und einer digitalen Arbeitswelt. Umso mehr macht der Bericht deutlich, dass viele Länder ihre Anstrengungen weiter verstärken müssen, um die aufkommende digitale Kluft zu bekämpfen.

 

Vodafone Stiftungen rufen Bildungsinitiative ins Leben, um Schüler*innen europaweit im kritischen Umgang mit digitalen Technologien zu stärken

Um digitale Bildung in Europa zu stärken und der nächsten Generation die notwendigen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert zu vermitteln, geben die Vodafone Stiftungen aus Deutschland, Ungarn, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, Spanien und der Türkei heute eine neue paneuropäische Bildungsinitiative bekannt. Die Initiative will Schüler*innen und Lehrende europaweit im kreativen, kritischen und selbstbewussten Umgang mit digitalen Technologien zu stärken. Durch den Austausch von Best Practice-Beispielen wird Lehrenden aus dem schulischen und außerschulischen Bereich geprüftes, praxisnahes sowie kostenfreies Lern- und Lehrmaterial zur Verfügung gestellt. Durch die gleichzeitig enge Zusammenarbeit mit lokalen Projekten können individuelle Herausforderungen der einzelnen Länder berücksichtigt werden. Die Initiative will bis 2025 14 Millionen Lehrende und Schüler*innen erreichen.

 

Übersicht der lokalen Projekte

  • DigiCraft (Spanien): Eine projektbasierte Lernplattform zur Vermittlung digitaler Fähigkeiten für Grundschüler*innen. Zwischen März und Juli 2020 konnten so unter anderem 93.000 Mädchen und Jungen während der Hochphase der coronabedingten Schulschließungen unterstützt werden.
  • School in a Box (Rumänien): Das Programm wird an 50 ländlichen Schulen des Landes umgesetzt und kombiniert eine E-Learning-Plattform mit einer Instant Classroom „School in a Box“, bestehend aus Tablets, Laptops und Internetverbindung.
  • Digital School (Ungarn): vermittelt vor allem weniger privilegierten Jugendlichen digitale Kompetenzen. Dafür werden die Schüler*innen mit digitalen Geräten ausgestattet, während ihre Lehrkräfte E-Learning-Kurse erhalten. Das Programm beinhaltet zudem Fortbildungen für Studierende, eine Plattform zum Wissensaustausch und eine App-Bibliothek mit über 200 kostenlosen Bildungsanwendungen für Smartphones und Tablet. Bis heute haben schon 49.000 Studierende und Lehrkräfte von der Initiative profitiert.
  • Online Masters (Niederlande): Ein interaktives kostenloses Programm, das mehr als 450.000 junge Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren mit Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Technologien ausstattet und zu einem sicheren und verantwortungsbewussten Umgang in der digitalen Welt befähigt.
  • Coding Tomorrow (Türkei): Das Programm bietet seit August 2016 Programmier-Tutorials für Kinder von 7 bis 14 Jahren an. Bisher konnten damit schon 100.000 Kinder in 81 türkischen Städten erreicht werden.
  • DigitAll (Portugal): fördert das kollaborative und interaktive Erlernen digitaler Technologien. Das Programm kann in den Unterricht integriert werden und bietet Ressourcen und Tools für Lehrkräfte sowie Online-Übungen zum digitalen Tüfteln für Kinder von 6 bis 12 Jahren an.
  • Coding For Tomorrow (Deutschland): zeigt Kindern und Jugendlichen von der ersten bis zur zehnten Klasse sowie deren Lehrkräfte, wie man digitale Technologien selbstständig, kritisch und kreativ nutzt. Durch Projekttage, Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte hat Coding For Tomorrow bisher 119.500 Schüler*innen und Lehrkräfte erreicht.

Die neue Bildungsinitiative ist Teil einer 20-Millionen-Euro-Investition der Vodafone Foundation, die die digitalen Kompetenzen von Menschen aller Altersgruppen und sozioökonomischen Hintergründe in 13 europäischen Ländern und der Türkei fördern will.

Zur ausführlichen Pressemitteilung der Vodafone Foundation (Englisch).

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